PRÄVENTION


Unsere Präventionsbeauftragten und ihre Aufgaben

Um die aktuellen Überlegungen und Projekte zur Prävention zu verstehen muss man ein paar Jahre zurückgehen. Mit ihrer Verwaltungsvorschrift vom Dezember 2014 und dem Projekt „stark stärker wir „hat das Kultusministerium die Gesundheitsförderung und Prävention wieder stärker in den Blick genommen und im Schulalltag fest installiert. Diesem Vorgehen lagen folgende Überlegungen zugrunde

 

Gesundheit ist ein Zustand eines umfassenden physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens. Der ist gegeben, wenn die Person in allen Bereichen ihrer Entwicklung im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen ist (u. a. WHO, 1964; Hurrelmann, 2010).

 

 

Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der Menschen befähigt, mehr Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu erlangen und sie durch Beeinflussung verschiedener gesundheitlicher Faktoren zu verbessern (u. a. WHO, 1997).

 

Weiterhin versteht man unter Gesundheitsförderung die sogenannte Verhältnisprävention. Damit sind die Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen gemeint, die für den Erhalt und den Schutz der Lebens-, Arbeits- und Lernbedingungen von Menschen notwendig sind (Büchler-Stumpf, Gottmann, 2009).

  

Durch schulische Prävention sollen ungünstig verlaufende Entwicklungsprozesse frühzeitig erkannt und so beeinflusst werden, dass die individuelle Kompetenzentwicklung optimal gestaltet wird (Hartke & Diehl, 2013).

 

Prävention und Gesundheitsförderung können als die beiden grundlegenden Strategien zur Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit verstanden werden (Waller, 2006).

 

Ziele schulischer Prävention und Gesundheitsförderung

 

Prävention und Gesundheitsförderung zielen heute auf die Förderung von Lebenskompetenz und Stärkung von persönlichen Schutzfaktoren ab. Mit der Einführung der neuen Bildungspläne 2016/17 geht es im Sinne der Leitperspektive "Prävention und Gesundheitsförderung" darum, Prävention und Gesundheitsförderung nicht als etwas Zusätzliches zu begreifen, sondern Unterricht so zu gestalten, dass er präventiv und gesundheitsfördernd wirkt. Unterricht ist präventiv, wenn er Selbstwirksamkeit, Selbstbestimmung, intrinsische Motivation und die sozialen Fertigkeiten der Schüler*Innen stärkt. So ein Unterricht ist guter Unterricht und nimmt Einfluss auf die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler und darüber hinaus auf die Qualitätsentwicklung von Schulen. Neben dieser Verankerung im Bildungsplan bietet jede Schule unterstützt durch ausgebildete Lehrkräfte- den Präventionslehrer*innen -verschiedene unterstützende Angebote an. An der WWRS haben die Kolleginnen Frau  Bechtold (Schwerpunkt: Gewaltprävention) und Frau Tilch-Frank ( Schwerpunkt : Suchtprävention) diese Aufgabe übernommen.

 

Bei ihren Angeboten kooperieren sie mit vielen außerschulischen Bildungspartnern wie der Polizei, der Caritas, der Diakonie, der Thorax Klinik Heidelberg, dem Gesundheitsamt Mannheim, dem Fachbereich Erziehung, dem Jugendamt, dem Haus des Jugendrechts oder dem Drogenverein Mannheim u.v.a. Frau Bechtold und Frau Tilch-Frank stehen Schüler*Innen und Eltern gerne zur Seite, wenn Problematiken auftauchen und Rat und Hilfe gebraucht werden.

 

Ein weiterer wichtiger Baustein der Prävention ist auch die Suchtvereinbahrung, die von den Präventionslehrkräften entwickelt und in Zusammenarbeit mit der SMV und der Schulkonferenz für unsere Schule verabschiedet wurde.

 

B.Tilch-Frank

 


Präventionsbeauftragte für den "Bereich Sucht" an der Wilhelm-Wundt-Realschule:

Beate Tilch-Frank

Präventionsbeauftragte für den "Bereich Gewalt" an der Wilhelm-Wundt-Realschule:

 

Stefanie Bechtold



Allgemeines zum Thema Prävention

stark.stärker.WIR.

Das Rahmenkonzept stark.stärker.WIR. stellt die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Prävention an Schulen in Baden-Württemberg in einen größeren Zusammenhang. Auf der Grundlage der Präventions- und Gesundheitsforschung schafft es Rahmenbedingungen und Strukturen und stellt Hilfen für eine gelingende Präventionsarbeit an Schulen im Land zur Verfügung.

 

          Ziele des Konzeptes:

  • Schule ist ein Raum, in dem die Würde und die Gesundheit jedes Einzelnen geachtet werden.
  • Schüler*Innen sowie Lehrkräfte fühlen sich sicher; ihre Konfliktlösungskompetenz ist gestärkt.
  • Schüler*Innen verfügen über gute Voraussetzungen zur Lebensbewältigung und -entfaltung.
  • Schüler*Innen sind in ihrer Persönlichkeit  und Selbstwirksamkeit gestärkt.
  • Präventionsarbeit an Schulen erfolgt nachhaltig, zielgerichtet und systematisch.