Die Theater-AG

 

Eine Theater-AG. Nicht jede Realschule leistet sich eine. Eine Theater-AG leistet einen wichtigen Beitrag, um Sprache, Körpersprache, freies Reden und den verbalen Ausdruck von Gedanken zu üben. Fähigkeiten, die im späteren Berufsleben, wie auch in jeder Form zwischenmenschlicher Kommunikation, eine immens wichtige Rolle spielen.

 

Die Theater-AG an der Wilhelm-Wundt-Schule geht noch einen Schritt weiter. Sie bezieht die Schüler bereits in den Entstehungsprozess dramatischer Stücke mit ein. Die Schüler lernen unter anderem, wie sich eine Geschichte aufbaut, wie ein Spannungsbogen entsteht, warum die Vita einer jeden Figur in einer Geschichte so wichtig ist oder was Dialoge enthalten sollen. Hier werden den Schülern Techniken vermittelt, die sich auf jede Form oder Erscheinungsform einer Geschichte anwenden lässt, egal, ob es sich um einen Roman handelt, ein Hörspiel oder eben ein Theater-Stück.

 

Im Jahr 2020 war die Theater-AG wie jeder schulische Bereich auch von der Pandemie betroffen. So kam es im Januar 2020 zur einzigen Präsentation. Im Rahmen der städtischen Veranstaltung zum Gedenktag „Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau“ trat die Theater-AG am 27. Januar im Oststadt Theater auf. Wie jedes Jahr lag der Schwerpunkt auf der Frage, was die Menschen dieser Zeit aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Nach einer vierwöchigen Recherche, sowie einer Konzept- und Materialerarbeitung, begannen eine Woche vor der Veranstaltung die Proben. In einer Videoinstallation durchbrochen von eingängigen Textpassagen gingen die Mitglieder der Theater-AG in ihrer Performance dieser Frage nach. Das Ergebnis präsentierten sie schließlich auf der Bühne des Oststadttheaters. Am Ende der schulischen Beiträge leisten die Performances der Theater-AG der Wilhelm-Wundt-Schule bereits seit Jahren einen emotionalen Abschluss und die Anregung einer Debatte, um die Aufarbeitung der deutschen Geschichte in der Gegenwart, wie auch in der Zukunft zu unterstützen. Niemals vergessen, aber vor allem auch davon lernen. Diesem Credo wird die Theater-AG bei diesem Gedenktag auch in Zukunft treu bleiben.

 

 

 

 

Während des Shutdowns erarbeitet die Theater-AG zusammen mit der Radio-AG, bestehend Schüler*innen der achten Klasse, im Videochat ein Hörspiel, um dieses zu gegebener Zeit zu vertonen.

 

Auch erwarten wir das Ende des Shutdowns. Sobald der Regelbetrieb der Schulen wieder ungestört läuft, kann die Theater-AG ihre Arbeit auch live wieder aufnehmen. So ist die körperliche Präsenz für den Theaterunterricht unerlässlich. Wir können es kaum erwarten.

 

Die Theater-AG wird betreut von dem Lehrer Dipl.-Päd. Timo Fenske und dem Regisseur Olaf Lemitz